Zupf Ensemble Lohr

Was die Presse

so über uns schreibt:

Pressetext zum Jahreskonzert 2011
Der Zauber der zarten Klänge

Wohltuendes Konzert des Lohrer Zupfensembles begeisterte das Publikum
Artikel aus der Main Post vom 30. 5. 2011
„Klangwelten“ – Vielsaitiges von Barock bis Moderne
Samstag, 20. März 2010, 20 Uhr
Aula der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule
Klicken sie hier für den Artikel aus der Main Post
vom 20. 3. 2010 von Monika Büdel
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Aus dem Lohrer Echo vom 19. Mai 2009
Artikel von Waldemar Hauck
Zupfer können auch singen
Konzert: Lohrer Ensemble begeistert in der vollbesetzten Aula der Realschule

LOHR. Die vollbesetzte Aula am Samstagabend in der Realschule darf ohne weiteres als Hinweis genommen werden auf den hohen musikalischen Stellenwert des Lohrer Zupf-Ensembles in der Öffentlichkeit. Es ist ohne Zweifel das lobenswerte Verdienst der Dirigentin Petra Breitenbach, ihrer Zuhörerschaft nicht nur ein ordentliches, hörenswertes Programm zu servieren, sondern dieses exakt einzustudieren und mit allen Vorzügen einer partiturgetreuen Ausarbeitung vorzuspielen.

Wir hörten ein engagiertes Zupf-Ensemble, das seinen Part beherrschte und sein Musizieren von jedem Zwang befreite zu Gunsten einer melodischrythmischen Homogenität. Alle diese Eigenschaften erkannten die Zuhörer und sparten nicht mit Beifall. Kurz gesagt: Es wurde gepflegt und sauber musiziert.

Auf das Grußwort von Frau Breitenbach folgte die mit Humor gewürzte Moderation und Charakterisierung der Kompositionen durch Sébastien Schmitt. Danach begann das Musizieren mit >Palladio< dynamisch fein abgestuft, von Karl Jenkins, gefolgt von dem Concerto Nr.2 >Semplice< von Olof Näslund. Den Solopart gestaltete ohne Probleme Pauline Bechold.

Dann hörten wir >Oblivion< einen eleganten Tango für Akkordeon, Violoncello und Zupforchester. Dieter Kreidler lebt in Wuppertal und komponierte die viersätzigen >Vibrations< nach lateinamerikanischem Muster. Der in Schweinfurt lebende und an der dortigen Musikschule unterrichtende Rainer Vollmann schilderte seine Urlaubserlebnisse in sechs >Traumbildern<, die er mit Bandaufnahmen akustisch verstärkte.

Nach der Pause eröffnete den zweiten Teil Christina Hübner mit einer japanischen Herbsstimmung >Song of Japanese Autumn< von Yasuo Kuwahara, gefolgt von >Sincerely< von Valdo Preema. Beim >Ceilidh<, einem flotten schottischen Tanz von Elke Tober-Vogt stellten sich die Zupfer sogar als sympathische Sänger dar. Zum Schluss hörten das Publikum >Stairway to heaven< von Parc/Plant, wobei Sébastien Schmitt den rhythmischen Kampf auf der E-Gitarre gewann.

Der mit einigen Zugaben belohnte Applaus des Publikums wurde zwischendurch belohnt mit Blumenpräsenten für die Solisten und für die Dirigentin Petra Breitenbach. Auch von dieser Stelle aus ein ehrliches Kompliment.

Mitwirkende beim Lohrer Zupforchester

Julia Weis (Blockflöte), John Walkowiak (Violine), Helena Meyer (Akkordion), Rainer Vollmann (Sprecher), Sonja Dietrich (Glockenspiel), Robin Becker, Jakob Walz (Percussion und Schlagzeug)

Ausführende Zupf-Ensemble Lohr:

1. Mandoline:     Christina Hübner, Karin Heilgenthal, Karla Jenuwein, Annika Roth.
2. Mandoline:     Elena Anetzberger, Daniela Endres, Bettina Schneider, Sophia Schneider, Gisela Walz, Sigrid Wetzel.
Mandola:     Elke Breitenbach
Gitarre:     Pauline Bechold, Sonja Dietrich, Stephanie Hübner, Sébastien Schmitt, Xenia Trendel, Alina Wagner, Andrea Weber.
Kontrabass und Violoncello:    Luigi Coppola
Leitung:     Petra Breitenbach

18.Oktober 2008

Zupf-Ensemble Lohr beim 31. Bayerischen Musikschultag in Hof

Das Zupf-Ensemble Lohr vertrat die Sing- und Musikschule der Stadt Lohr beim Festkonzert bayerischer Musikschulen in der Hofer Freiheitshalle.
Alljährlich veranstaltet der Verband Bayerischer Sing- und Musikschule (VBSM) eine mehrtägige Veranstaltungsreihe mit Konzerten, Fachvorträgen, Seminaren und einem Festakt, bei dem heuer der Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes, Manfred Ach mit der Carl-Orff-Medaille ausgezeichnet wurde.
Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel auf Hof, dessen Musikschule (den Hofer Sinfonikern angeschlossen) in diesem Jahr ihr 30jähriges Bestehen feiert.
Für das Festkonzert wurden diesmal 14 bayerische Ensembles/Orchester ausgewählt, die mit über 240 Musikern den Festsaal der Hofer Freiheitshalle zum Klingen brachten. Das Programm bot einen Querschnitt von Georg Friedrich Händel bis Leonard Bernstein, von Klavier bis Bigband, von Kammerorchester bis Folkband. Das Zupf-Ensemble Lohr unter der Leitung von Petra Breitenbach brachte südamerikanisches Flair mit dem Latin groove von Dieter Kreidler.
Der Bayerische Rundfunk zeichnete das Konzert auf und sendet es
am 01.11.2008 ab 15.05 Uhr auf Bayern 4 Klassik

Das Zupfensemble in Hof
Auf dem Foto: das Zupf-Ensemble mit Percussionsverstärkung durch Jakob Walz und Stephanie Hübner

15. Oktober 2008

Zupf-Ensemble Lohr meets Mozart

Erfolgreicher Austausch zwischen der Sing- und Musikschule Lohr und dem musikum salzburg

Am vergangenen Freitag, brach das Zupf-Ensemble Lohr mit einer kleinen Fangemeinde zu einer dreitägigen Konzertreise nach Salzburg auf. Anlass für die Reise war der Gegenbesuch zum „musikum salzburg“ nach dem Lohrer Konzert im April.
Gleich nach der Ankunft in Salzburg stand die erste Probe mit den Musikern der Musikschule aus dem Salzburger Land auf dem Programm. Alle waren sehr gespannt auf diese erste musikalische Begegnung, denn sie war gleichzeitig die Generalprobe für das gemeinsame Konzert am Samstag. Dank der guten musikalischen Vorbereitung auf beiden Seiten klappte das Zusammenspiel der Musiker prächtig und so konnte der Kontakt im Augustiner Bräu weitergepflegt werden.
Bei leckerem Augustinerbier und Salzburger Köstlichkeiten ließen die Musiker samt Fans den schönen, aber auch anstrengenden ersten Tag ausklingen.
Am Samstag ging es bei strahlendem Sonnenschein mit einer Stadtführung durch Salzburg weiter, bevor am Nachmittag die zweite Probe, diesmal mit Gemeinschaftsorchester „Österreich-Deutschland“ in der Berndorfer Volksschule den letzten Schliff brachte. Das gemeinsame Konzert von Zupf-Ensemble Lohr (Leitung Petra Breitenbach) und dem „musikum salzburg“ brachte dann auch die verdiente Belohnung für die intensive Arbeit im Vorfeld - ein vollbesetztes Haus mit begeistertem Publikum und ein kurzweiliges Programm mit Trompeten -, Flöten- und Zupf-Ensemble, Volksmusikgruppe und einer Jazzband, die nahtlos von Konzert zum gemütlichen Beisammensein überleitete. Das österreichische Publikum war besonders angetan vom Klang des Zupforchesters und nahm den Lohrer Zupfmusikern das Versprechen ab, bald wieder nach Salzburg zu kommen.
Den kulinarischen Rahmen boten die „Berndorfer Bäuerinnen“ (Landfrauenbund) mit Köstlichkeiten und Erfrischungen für diesen stimmungsvollen Abend.
Nach einem gemeinsamen Besuch des Salzbergwerks Berchtesgaden am Sonntag trat die Reisetruppe zufrieden den Heimweg an. Auch den mitreisenden Fans hat das Konzertwochenende sehr gut gefallen. Sie hatten Spaß an der geschnupperten „Ensembleluft“ und wollen beim nächsten Projekt wieder dabei sein!
Das Zupfensemble in Salzburg
Auf dem Foto das Zupf-Ensemble Lohr mit seinen Fans und der Salzburger Kontaktperson Elke Krahm (rechts außen)




Lohrer Echo vom 21. April 2008


Musikalische Vielfalt
Konzert: Lohrer Zupforchester und Salzburger >Musikum< gestalten gemeinsamen Abend


Bericht aus dem Lohrer Echo von Waldemar Hauck

LOHR. Es gibt doch wirklich nichts Schöneres als ein mehr oder weniger sorgloses, von Musik getragenes
Wochenende. Diese wohltuende Erfahrung machten die vielen Besucher des Konzertes, zu dem das von Petra Breitenbach geleitete Lohrer Zupf-Ensemble und das Salzburger >Musikum< am Samstagabend in die Aula der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule einluden. Vielleicht stimmt diesmal der Ausdruck Konzert nicht ganz, weil die Übersetzung dieses lateinischen Wortes >Wettstreit< bedeutet.

Nein, vielmehr war ein von Freude erfülltes Musizieren beider Ensembles zu erleben, die auf der Basis technischen Könnens und gesundem Kompositionsverständnisses ihre Zuhörerschaft von der Last des Alltags befreiten und hineinführten in die Welt der Muße. Nach dem Willkommensgruß von Petra Breitenbach begann das Lohrer Zupf-Ensemble das Musizieren mit dem dreisätzigen Orchesterquartett von Carl Stamitz (1745-1801). Dem Ensemble gelang eine stilbewusste Interpretation, die getragen war vom Wissen um den Mannheimer Stil mit seinem typischen Crescendo. Zur stilvollen Werkdeutung gehörten auch die dynamischen Nuancen, die dem Ensemble sehr gut gelang.  Kompliment! Danach sprach als Vertreter der Stadt Seppl Blenk das Grußwort , würdigte die musikalische Arbeit beider Ensembles und hieß die Salzburger Gäste bei ihrem Lohrer Erstbesuch herzlich willkommen. Danach setzte das Lohrer Ensemble das Programm fort mit der >Suite Campesina< von Sébastien Paci(1974),>Tres Piezas de Sudamérica< mit der tänzerischen Deutung von Tango und Samba von Markus Kugler (1971) und >Latin Groove< von Dieter Kreidler (1943). Für den reichen, spontanen Beifall bedankte sich das Lohrer Ensemble mit dem Ohrwurm >Der dritte Mann<. Nach der Pause gehörte die Bühne dem Trompetentrio, Hornquartett mit Alphorn und der Tanzlmusi der Sing- und Musikschule Salzburg. Das Programm begannen drei junge Burschen mit einem Menuett von Reinhard Huuck, danach sprach der Leiter von >Musicum< Salzburg Wolfgang Gappmaier für seine Leute das Grußwort,in dem er seine ganze Freude über die Mitgestaltung des Musikabends ausdrückte.
Dann folgten pfiffige Stücke wie>Unsere Dorfmusik</Jenö Takacs) und >Cabaret< (John Kander). Die schwungvolle von Musizierfreude bestimmte Szene wurde fortgesetzt vom Horn-Ensemble >Die Käuze<. Geleitet von Günther Eisl mit > Da Kauz mid am Stück guadn Kas<, einem Presto von Constantin Homilius, dem>Frippery-Marsch< von E.Shaw und der >Nocturne< von N.Tscherephine. Dann kamen sie, die Damen und Herren der Tiefenbacher Tanzlmusi mit ihrer salzburgischen Tracht als willkommene Augenfreude. Die Leitung hatte Johann Santner. Ihnen schloss sich an der Dreigesang und das Harmonika-Duo (vortreffliche Instrumente!), von Rupert Pföss betreut. Zu hören waren Märsche, Polkas und Walzer als instrumentale Exempel und ein melodieseliges Singen, das alle Sorgen aus der Aula fegte. Wie gut das tat! Das Schlusswort sprach der Leiter der Lohrer Sing-und Musikschule Peter Häring, der namens des Puplikums den Salzburger Gästen für die Bereicherung des Abends dankte. Der spontane Beifall des begeisterten Puplikums wurde mit einer Dreingabe belohnt. Keine Frage: die Salzburger Gäste haben sich in Kopf und Herz ihrer Zuhörerschaft gesungen.
Mainpost vom 7. 5. 2007
Meilensteine aus einem Vierteljahrhundert
Bericht aus der Mainpost von Rita Gress

„25 Jahre und kein bisschen leise!“ – unter dieses Motto hatte das 1982 gegründete Zupf-Ensemble Lohr (ZEL) sein Jubiläumskonzert am Samstagabend gestellt.
Eine ausverkaufte Aula in der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule in Lohr, ein Publikum, welches sich vom Zauber musikalischer Kostbarkeiten faszinieren ließ. Unter den Gästen ein strahlender Bürgermeister Siegfried Selinger, der das ZEL als „Aushängeschild der Stadt Lohr“ bezeichnete, und ein nicht minder gut gelaunter Dekan Michael Wehrwein (evangelisch), Hausherr des Ulmerhauses. In ihm probt das Ensemble von Beginn an.

Auf der Bühne ein Orchester, welches seine musikalische Messlatte hoch gelegt und mühelos gemeistert hatte. Dem Prädikat „Klasse!“ und „ungemein sympathisch“ wurde das ZEL sehr wohl gerecht. Das Ensemble unter Leitung von Musiklehrerin Petra Breitenbach agierte einmal mehr mit innerer Präsenz, Disziplin, hoher Konzentration, und glitt bei allen präzise gesetzten Tönen nie in sterilen Perfektionismus ab.

Die Stücke seien musikalische Fingerabdrücke aus 25 Jahren Orchesterarbeit, so Breitenbach zu den vorgetragenen Werken. „In den Schoß gefallen sind sie uns nicht; bei ihrer Erstaufführung erwiesen sie sich als echte Herausforderung“, schmunzelte die Chefin. Sie ist Powerfrau, Vordenkerin und Ausbilderin in einem. Sie motiviert, gleicht aus, gibt den Ton mit viel Gefühl vor.

Kein Wunder also, dass das Konzert zu einer prächtigen musikalischen Rückschau auf ein Vierteljahrhundert gedieh, mit Schwerpunkten von der Klassik bis hin zur Moderne. Den Auftakt bildete „Die Trompete“ von Georg Philipp Telemann (1681-1767), gefolgt vom „Konzert d-moll für Gitarre und Zupforchester“ (Silvius Leopold Weiss, geboren 1685 in Dresden und Zeitgenosse von Johann Sebastian Bach) und einer äußerst gefühlvollen Solo-Kadenz an der Gitarre von Gast-Musiker Daniel Ambarjan.

Nennen wir die anschließenden zwei Werke Genuss pur, in ungemeiner Sensibilität vom ZEL vorgetragen: Die „Münchner Residenzmusik“, deren Satzfolge auf die Wiener Klassik hinweist. Das Werk stammt aus der Feder des 1675 in Verona geborenen Cellisten und Kapellmeister Evaristo Felice dall'Abaco. Und dann ein sehr romantisch angelegtes „Concertino d-moll für Flöte und Zupforchester“ von Konrad Wölki (1904-1983).
Den Musikern - darunter Isabell Hepp mit einem bezaubernden Flötensolo - verlangte es über 13 Minuten Höchstkonzentration ab. Den zweiten Konzertteil markierten drei lyrische Stücke des norwegischen Folkloristen Edvard Grieg (Bearbeitung: Oliver Kälberer). Rasch wechselnde Tempi und Dynamik gediehen für das Orchester zur wahren Herausforderung. Ein wunderbar sinnliches Hörvergnügen dann die „Scandia Suite“ in vier Sätzen von Paul Walthers. Der Däne hatte sie 1978 aus diversen „Holzschuh-Songs“ heraus kreiert und zum sinnlich perlenden Erlebnis werden lassen.

Mit „Bravo!“ aus dem Publikum bedacht schließlich der eigentliche Höhepunkt des Abends: Slawische Rhythmen von Klaus Wüsthoff. In der Harmonik lehnte sich der Komponist an die osteuropäische Musik an. Nach einem festlich-plakativen ersten und einem zarten zweiten Satz folgte ein stark synkopierter, rockiger Schlusssatz, der von den beiden Percussionisten Stefan Schmitt und Martin Schneider den „ganzen Mann“ forderte.
Ragtime zum guten Schluss: „Halley's Comet“ (Komponist H. J. Lincoln), „Maple Leaf Rag“ und als stürmisch geforderte Zugabe der „Entertainer“, beide von Scott Joplin (1886-1917). Fazit nach zwei Stunden: ein Abend, der eines silbernen Jubiläums würdig war!

Dem Zupf-Ensemble gehören an: Die fünf Gründungsmitglieder Petra Breitenbach (Dirigentin), Elke Breitenbach (Mandola), Karla Jenuwein (1. Mandoline), Bettina Schneider und Gisela Walz an der 2. Mandoline. Sie wurden mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Des weiteren sind im Ensemble: Karin Heiligenthal, Christina Hübner, Victoria Riedmann, Theresa Weis (alle 1. Mandoline). 2. Mandoline spielen: Elena Anetzberger, Daniela Endres, Bettina Schneider und Sigrid Wetzel. Mandola: Andreas Kömmerling. Gitarre: Pauline Bechold, Sonja Dietrich, Susanne Nordmann, Sebastien Schmitt, Xenia Trendel und Andrea Weber. Die Kontrabassgruppe bilden Luigi Coppola und Gerhard Kunkel. Gesamtleitung: Petra Breitenbach. Beim Jubiläumskonzert, in dem die Farbigkeit der reinen Zupfmusik im Vordergrund stand, wirkten an Zusatzinstrumenten mit: Isabell Hepp (Flöte), Daniel Ambarjan (Gitarre), Stefan Schmitt und Martin Schneider (beide Percussion).
Artikel von Rita Gress       

März 2007
Lohrer Zupfquartett erspielte sich einen zweiten Preis
Erfolg beim 44. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Garmisch Partenkirchen

Auch beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ können sich die  jugendlichen Mitglieder des Zupf-Ensemble Lohr sehen und hören lassen:
Das Zupfquartett mit Christina Hübner, Theresa Weis, Mandolinen und Pauline Bechold, Xenia Trendel, Gitarren trat in der Altersgruppe IV an und erhielt mit 22 Punkten einen sehr guten zweiten Preis ( 23 Punkte = 1.Preis). Dass die Luft beim bayerischen Landesentscheid „dünner“ ist als noch im Regionalwettbewerb, spürten alle vier teilnehmenden Ensembles der Altersgruppe: ein Zitherduo und ein Gitarrentrio erspielten sich einen ersten Preis mit Weiterleitung  zum Bundeswettbewerb mit je 23 Punkten und das Gitarrenquartett aus Aschaffenburg, das im Regionalwettbewerb noch 1Punkt vor den Lohrern gelegen hatte, erhielt jetzt ebenfalls einen zweiten Preis mit 21 Punkten.
 Obwohl auf Landesebene höhere Anforderungen an sie gestellt wurden, bescheinigte die Jury den Lohrer Musikerinnen, die an der Sing- und Musikschule ihren Instrumentalunterricht erhalten, einen gelungenen und dynamischen Auftritt. Besonders angetan waren die Juroren von der spritzigen Interpretation des Ballo „Il riturno D’Ulisse“ von Monteverdi: „Ich wusste gar nicht, dass Monteverdi so tolle Stücke geschrieben hatte!“ Beachtlich fand die Jury auch die Dauer des modernen Stückes: mit 13 Minuten verlangt dies eine besondere Konzentrationsleistung, die den jungen Damen diesmal leider nicht durchgängig geglückt ist. Dennoch lobten die Juroren die gute Ensembleleistung und freuten sich auf ein nächstes Mal mit den lebendigen Lohrerinnen, die sich jetzt auch auf neue Literatur freuen, weil sie die „alten“ Stücke nicht mehr weiterüben müssen.

Erfolg beim 44. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Garmisch Partenkirchen
(v.l.n.r.) Theresa Weis, Pauline Bechold, Christina Hübner, Petra Breitenbach und Xenia Trendel

Bericht vom Landesmusikfest Bayern

[23.11.2006 • Petra Breitenbach]  Vom 10.–12. November veranstaltete der Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) LV Bayern in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg ein Landesmusikfest, an dem zahlreiche Ensembles und Orchester teilnahmen.
Das Zupfensemble Lohr und Eva Maria Michaelis
Von Freitagabend bis Sonntagvormittag war mit drei Orchesterkonzerten, Ausstellungen, Workshops und dem Festkonzert »25 Jahre Bayerisches Landeszupforchester« eine geballte Ladung Zupfmusik in der Akademie zu erleben. Der Anlass für dieses Fest war das 25-jährige Jubiläum des Bayerischen Landeszupforchesters (BLZO), das schon seit seiner Gründung eine besondere Beziehung zur Musikakademie hat. Doch außer dem BLZO kamen noch elf Zupforchester mit über 180 Mitwirkenden nach Hammelburg, um sich und ihre Musik zu präsentieren.
BLZO
Landesmusikfest 2006 - BLZO
Ein besonderer Höhepunkt des Eröffnungskonzert am Freitag im Großen Saal der Akademie war sicher der Auftritt des Duos mit den Ausnahmekünstlern Gertrud Weyhofen und Olaf van Gonnissen. Beide beeindruckten das anwesende Publikum mit außergewöhnlichen und höchst musikalischen Beiträgen.
Zupfensemble Lohr
Stolz war das Zupf-Ensemble Lohr darauf, als Vorgruppe dieses besonderen Duos auftreten zu dürfen. Es musizierte mit Unterstützung von Eva-Maria Michaelis (Sopran) und Corina Nastoll (Flöte) eine deutsche Arie von G.F.Händel und drei Bagatellen " von M.Schrader. Am Samstag bestand die Möglichkeit, die ganztägige Ausstellung von Instrumentenbauern, Verlagen und Musikalienhändlern im Kammermusiksaal und zwei Workshops im Großen Saal zu besuchen – sogar das Lokalfernsehen war vor Ort und filmte die ad hoc Band beim Let’s-fetz-Workshop: Popsongs neu aufgelegt mit den Dozenten Rainer Vollmann (Gitarre) und Petra Breitenbach (Mandoline).

Workshop
Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch das Festkonzert des BLZO: der Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel hatte ebenso wie örtliche Politprominenz sein Kommen zugesagt und die Vorreiterrolle der Zupfmusiker unter den Laienmusikverbänden in seiner Festansprache betont (siehe unten). Danach folgte (bei Gulaschsuppe und Kreuzbergbier) ein sehr stimmungsvoller zweiter come-together-Teil des Wochenendes mit der Zupferfete im Felsenkeller, wo zu vorgerückter Stunde die Gitarren ausgepackt wurden und mehrere Generationen bis in den frühen Morgen die Hitparaden der letzten 30 Jahre auferstehen ließen …

Dass Zupfer über eine starke Kondition verfügen, konnte man am Sonntagvormittag bei der Orchestermatinee sehen, bei der auch die nächtlichen »Chartsänger« ihren Part (ob im Publikum oder auf der Bühne) erstaunlich erfüllten. Insgesamt war es ein Festival, bei dem sehr lebendig und facettenreich musiziert wurde und sich sowohl die Musiker als auch das Publikum sehr wohl fühlten. Letzteres drückten auch viele anerkennende Worte und Lob für die gute Organisation der Festivalleitung Bianca und Bastian Brand, Petra Breitenbach und der vielen helfenden Hände im Hintergrund aus.

Stehender Applaus für grandiose Leistung
Jahreskonzert in der Aula der Georg-Ludwig-Rexroth Realschule Lohr
 Bericht aus der Main Post vom 2.7.2006  Manuel Roth
Über 200 Musikinteressierte waren am vergangenen Samstagabend zum Jahreskonzert des Zupf-Ensembles Lohr gekommen. Unter dem Titel "Mozart meets Miles" verwöhnten die Musiker das Publikum durch einen erstklassigen Auftritt. Mit ihrer voluminösen Stimme zog Eva-Maria Michaelis beim Singen von Arien die Besucher in ihren Bann. Auch Nachwuchstalent Florian Salzmann führte wieder einmal vor, wie man gefühlvoll die Mandoline zupft.
In einer Gemeinschaftsaktion von Zupf-Ensemble, Frauenstimmen-Ensemble, Violingruppe und Schulband hat die Sing-und Musikschule Lohr (SMS) auch in diesem Jahr das Jahreskonzert des Zupf-Ensembles um Petra Breitenbach in der Aula der Lohrer Realschule gemeistert. Das Konzert gliederte sich in zwei Teile, in denen beliebte und bekannte Werke aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen zu Gehör kamen. Die erste Hälfte war vorwiegend der Klassik gewidmet. Eva-Maria Michaelis, die derzeit am Konservatorium in Nürnberg studiert, sang dabei mit einer bezaubernden Stimme zwei Arien von Georg Friedrich Händel und ließ mit der Habanera aus der Oper "Carmen" von Georg Bizet spanisches Flair in die Aula einziehen. Unterstützt wurde sie dabei durch die Flötistin Corina Nastoll aus Zeil und das Frauenstimmen-Ensemble der SMS.

"Ich bin sehr froh, dass wir ihnen in diesem Jahr einen besonders talentierten Nachwuchsmusiker aus eigenen Reihen präsentieren können", sagte Musiklehrerin Petra Breitenbach vor Florian Salzmanns Soloauftritt. Der angehende Musikstudent hat bereits sein Abitur und die praktischen Aufnahmeprüfungen hinter sich und wird in naher Zukunft in Wuppertal Mandoline und Instrumentalpädagogik studieren. Sein solistisches Können stellte er beim Konzert D-Dur für Mandoline und Zupforchester von Antonio Vivaldi unter Beweis. Wie kommt eigentlich ein junger Mensch auf die Mandoline? "Als Kind war ich bei Petra in der musikalischen Früherziehung, manchmal hat sie Mandoline gespielt und das hat mich sehr beeindruckt", erklärte der junge Musiker gegenüber der MAIN-POST.

Der zweite Teil des Konzerts war vorwiegend der Unterhaltungsmusik gewidmet. Besonders eindrucksvoll war dabei der Song "Music (was my first love)" von John Miles... den natürlich kein anderer Solo sang als Peter Häring, Leiter der Sing- und Musikschule Lohr. Dieser anfangs sehr ruhige Pop-Song hat einen fetzigen Zwischenteil, der es in sich hat. Für diesen rockigen Abschnitt des Songs war die Schulband der Sing- und Musikschule unentbehrlich. Seine Freude über den Sieg der Nationalelf über Argentinien spielte sich dabei der kultige Musiklehrer Hans-Jürgen Zezula aus den Fingern. Gekleidet in schwarzen Hosen, gelbem T-Shirt und mit einer roten Gitarre hatte sich der beliebte Gitarrenlehrer auf elegante Weise als Fan verkleidet. Seine kurzen, fetzigen und rockigen Soli sind wohl keinem Musik-Spezialisten entgangen. Jazzig ging es zu, als Gerhard Kunkel bei einer Studie von Fred Witt, einem altbewährten Arrangeur für Zupfinstrumente, ins Saxophon bließ. Das Frauenstimmen-Ensemble bewies sein Können mit "From a Distance" von Julie Gold. Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Zuhörer als sie am Ende des Konzerts die Musik-Künstler mit stehenden Ovationen würdigten.

Die Mitwirkenden beim Jahreskonzert des Lohrer Zupfensembles waren: Eva-Maria Michaelis (Sopran), Peter Häring (Vocals), Corina Nastoll (Flöte), Florian Salzmann (Mandoline), Gerhard Kunkel (Saxophon), Achim Gössl (Keyboard), Stefan Schmitt (Percussion), Hans-Jürgen Zezula (E-Gitarre und Bass), Frauenstimmen-Ensemble der SMS Lohr (Einstudierung: Michael Albert) Violingruppe der SMS (Leitung: John Walkowiak), Zupf-Ensemble der SMS um Petra Breitenbach und Schulband (Einstudierung: Jürgen Heusler) der SMS.


Lohrer Musikschüler erfolgreich bei Laienmusikprüfung
Pfingsten 2006
Jährlich veranstaltet der Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) - Landesverband Bayern in den Pfingstferien ein einwöchiges Seminar für Mandoline und Gitarre in der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg. Kursinhalte waren u.a.: Einzelunterricht bei namhaften Dozenten wie Clemer Andreotti (Würzburg), Petra Breitenbach (Lohr), Petra Fröhlen (Würzburg), Oliver Kälberer (München), Elena Olenchyk (Offenbach) und Johannes Wagner (Schweinfurt).
Als besondere Highlights gab es heuer vier Konzerte für die Teilnehmer:
Ein sehr gut besuchtes, stimmungsvolles Eröffnungskonzert mit dem Rechtenbacher Gitarristen André Herteux, der sein Musikstudium an der Würzburger Musikhochschule bei Clemer Andreotti in Kürze abschließen wird.
Ein internes Vorspiel von Elena Olenchyk und Valerij Kisseljow (Preisträger internationaler Wettbewerbe) zeigte virtuose und sehr beeindruckende Spielmöglichkeiten auf Mandolinen und Liuto.
Als Gäste waren die Zupfer beim parallel in der Akademie probenden Bayerischen Landes-Jugendjazzorchester und erlebten eine Premiere der besonderen Art: „Jazz meets Hip Hop“.
Alle Zuhörer waren überwältigt von der Klangfülle der Bigbands und der Lockerheit, mit der die jungen Jazzer ihre Soli präsentierten. Sofort entstanden Kontakte zwischen den unterschiedlichen Instrumentalisten und man verabredete eine gemeinsame Fernsehaktion für das WM-Eröffnungsspiel mit Trommel, Pfeifen, Getränken etc., die fast „Arena-Stimmung“ im großen Saal der Musikakademie einziehen ließen.
Das letzte Konzert der Woche bestritten die Teilnehmer selbst und boten einem begeisterten und zahlreichen Publikum einen Querschnitt der geleisteten Arbeit mit Solo- und Ensemblebeiträgen.
Ensemblespiel, Vorträge, Theorie, Instrumentaltechnik, Forumsunterricht, Liedbegleitung, „Rhythm and Groove“ und die Möglichkeit, die Laienmusikprüfung (D-Kurs) abzulegen, rundeten das Angebot ab. Beim D-Kurs müssen die Teilnehmer eine Theorieprüfung bestehen und je nach Prüfungsstufe ein bis zwei Werke und div. Tonleitern/Dreiklänge vorspielen.
In diesem Jahr legten von den insgesamt 41 Teilnehmern (Jugendliche und Erwachsene) 26 erfolgreich die D-Prüfung ab. Erfreulich war, dass die Anforderungen im praktischen Teil fast immer weit überschritten wurden, die Prüfung also auf besonders hohem Niveau stattfand.
Von der Sing- und Musikschule Lohr bestanden Alina Wagner, Friederike Kullmann, Benedikt Kuhn (Gitarre), Sophia Schneider und Tabea Trendel (Mandoline) die D1-Prüfung, Annika Roth absolvierte die Theorieprüfung erfolgreich. Henrika Schlenker legte auf ihrer Gitarre die D2-Prüfung ab.

Teilnehmer bei der Laienmusikprüfung
Auf dem Bild sind alle Lohrer Teilnehmer mit den Dozenten Petra Breitenbach (links), 
Clemer Andreotti (dritter von rechts) und Petra Fröhlen (rechts)

Erfolg beim 43. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Freiburg
6.6.2006
Lohrer Musikschüler erspielten sich dritte Preise auf Bundesebene
Lohr. Auch beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ können sich Lohrer Nachwuchsmusiker sehen und hören lassen: Theresa Weis (Mandoline),  begleitet von Pauline Bechold (Gitarre) erzielten in der Altersgruppe III der Solowertung Mandoline das Prädikat „mit gutem Erfolg teilgenommen“ und einen dritten Preis. Die Jury bescheinigte ihnen einen gelungenen und dynamischen Auftritt mit lebendigem Musizieren auf hohem Niveau.
Florian Salzmann (Mandoline)  trat in der Altersgruppe VI an und erhielt ebenfalls einen dritten Preis. Er trat in dieser Runde ohne Begleitung an und überzeugte mit den Werken, die er bei seiner Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Wuppertal spielen wird.
Alle Teilnehmer und ihre Lehrkräfte (Petra Breitenbach –Sing- und Musikschule Lohr und Bianca Brand – Musikschule Arnstein) sind stolz und glücklich, schließlich hatten sie durch Ausdauer und erfolgreiches Proben den Bundeswettbewerb erreicht. Von den über 20 000 Teilnehmern, die im Januar zum Wettbewerb antraten, waren sie unter den knapp 2000 Teilnehmern, die die zwei Hürden Regional- und Landeswettbewerb überwunden hatten und nach Freiburg fahren durften.
DieBundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyen freut sich mit den Beteiligten am Wettbewerb über diesen neuen Teilnehmerrekord: „Für diesen Erfolg braucht es einfühlsame Eltern und begeisterungsfähige Musiklehrer“... und  „der Erfolg von „Jugend musiziert“ heißt Musikschule, weil sie die Basis dafür ist“.
Zwei der drei Lohrer sind jedenfalls so begeistert und motiviert, dass sie vom Bundeswettbewerb direkt auf einen Kurs für Mandoline und Gitarre weitergefahren sind....

Bundeswettbewerb Jugend Musiziert 2006 in Freiburg
(v.l.n.r.)  Theresa Weis, Petra Breitenbach, Pauline Bechold und
Florian Salzmann  
Hervorragende Beurteilungen für sechs Musikschülerinnen bei
„Jugend musiziert“

Am vergangenen Samstag 21.1.2006 traten sechs Schülerinnen der Lohrer Sing- und Musikschule beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in der Musikhochschule Würzburg an, um vor einer Jury ihr Können  auf dem Instrument und im Zusammenspiel mit ihren Begleitern unter Beweis zu stellen.

Betreut von ihrer Lehrerin Petra Breitenbach haben sich die jungen Musiker durch intensives Üben und vermehrte Auftritte in den letzten Wochen auf diesen Tag vorbereitet.
Die Juroren waren beeindruckt vom sensiblen Musizieren der Lohrerin mit der kürzesten Erfahrung auf dem Instrument: Sophia Maria Schneider (Mandoline) erhielt in der Alterstufe II einen zweiten Preis mit 19 Punkten. Begleitet wurde sie von Karla Jenuwein auf der Gitarre. Tabea Trendel (Mandoline) trat ebenfalls in der Altersstufe II an und wurde begleitet von ihrer Schwester Xenia auf der Gitarre. Das Schwesternduo wurde für das gute Zusammenspiel mit einem ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb (LW) belohnt.
In der Altersgruppe III (11 –12 Jahre) erreichten Theresa Weis (Mandoline) und Pauline Bechold (Gitarre – unterrichtet von Hans-Jürgen Zezula) das Prädikat „Mit hervoragendem Erfolg teilgenommen“ und ebenfalls eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb.
In der gleichen Altersgruppe trat auch noch einmal Xenia Trendel mit ihrer Gitarre solistisch an und konnte sich mit 21 Punkten und einem ersten Preis angesichts einer großen Beteiligung von sieben jungen Gitarristen gut platzieren.
Ihre Urkunden erhalten die Lohrer Preisträgerinnen am 12.03.2006 um 10.30 Uhr in der Aula der Mozart-Schönbornschule Würzburg beim Preisträgerkonzert. Danach geht es für die „Weitergeleiteten“ in die nächste Runde zum Landeswettbewerb vom 23.-26.3.06 nach Bobingen.
Regional Wettbewerb Würzburg
Auf dem Bild von links nach rechts: Xenia Trendel, Karla Jenuwein, Sophia Schneider,
Theresa Weis, Pauline Bechold, Petra Breitenbach, Tabea Trendel


Aus der Main Post vom 26.10.2004
Musik so bunt wie das Herbstlaub

RECHTENBACH (YVV) Musik aus vier Jahrhunderten wurde den gut 60 Zuhörern am Samstagabend in der Pfarrkirche Maria Heimsuchung geboten. Foto Main Post Zum Auftakt des "Kirchenmusikalischen Herbstes" gab das Zupfensemble Lohr unter der Leitung von Petra Breitenbach ein rund einstündiges Konzert.
 Bewährte Unterstützung erhielt das Ensemble wieder von Katja Ebel (Violine, auf dem Foto rechts), Theresa Franz (Blockflöte, links im Bild), Anna Ritter (Percussion), Martin Schneider (Percussion) und Gerhard Kunkel (Saxophon). Kirchenpfleger Ewald Bartel dankte im Anschluss dem Ensemble, das "diesem schönen Herbsttag die Krone aufgesetzt hat" und bezeichnete die Musik "bunt wie das Herbstlaub".


Aus dem Lohrer Echo vom 25.10.2004 von Doris Pfaff
Konzert des Zupfensembles als Freude und als Gewinn


Konzert zum 25-jährigen Jubiläum des Ulmerhauses

Lohr. Ein Benefizkonzert anlässlich des 25-jährigen Bestehens des evangelischen Gemeindezentrums gab das Lohrer Zupf-Ensemble am Freitagabend im Ulmerhaus. Dekan Michel Wehrwein bezeichnete die Mitwirkenden als »lebendiges Inventar« des Ulmerhauses, weil die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Petra Breitenbach »jede Woche hier üben, und es nie langweilig mit ihnen wird«.
Im Rahmen der Feiern zu »75 Jahre Dekanatssitz und 70 Jahre Auferstehungskirche« in Lohr bildete die sehr gut besuchte Veranstaltung einen »musikalischen Baustein«. Die Spendenerlöse sollen dazu dienen, »den guten Zustand des Ulmerhauses zu erhalten und des finanzielle Defizit zu beheben«, sagte Dekan Wehrwein.
Könnte man den reichen Beifall nach dem einstündigen Konzert in Geld ummünzen, ginge dieser Wunsch sicher in Erfüllung. Das Lohrer Zupf-Ensemble mit seiner ausgeprägt sensiblen Dirigentin präsentierte sich einmal mehr als ungemein sympathische Musikergemeinschaft, die ohne Fehl und Tadel exakt und edel musiziert.
Auf dem Programm standen sechs Stücke aus verschiedenen Richtungen. Aus den französischen Tänzen von Michael Praetorius (1571-1621) in der Bearbeitung von Oliver Kälberer machten »Branse simple«, »Bransle de Poictou« und »Brainsle de Montirande« den würdigen Anfang. Das dreisätzige »Concertino veneziano« für Violine und ZO (Ralph Paulsen-Bahnsen, geb.1956) schloss sich an. Im Mittelpunkt stand das bemerkenswerte Debüt der elfjährigen Geigensolistin Katja Ebel aus Rechtenbach.
Inspiriert von böhmischer Musik wurde der Komponist Roland Leister-Mayer (geb. 1945). Mit dem »Danza di Boemia« gewann er 1991 den Komponistenwettbewerb in Schweinfurt. Das »tranquillo ma scorrenda« gelang den Akteuren zärtlich melodiös und mündete in ein stark rhythmisches »Energico«.
In Gustav Gunsenheimers (geb. 1934) »Concertino Nr. 3 für Saxophon und ZO« wechselte Gerhard Kunkel von der Gitarre an das Blasinstrument und war damit voll in seinem Element. Ihre Souveränität wahrend, bildeten die Zupfinstrumente zunächst einen anmutig-ruhigen Hintergrund für die biegsamen Schwärmereien des Saxophons und vereinigten sich zum originellen, munteren Abschluss.
Mit poetischer Klangsprache wusste auch »The Song of Japanese Autumn« zu gefallen. Das Stück von Yasuo Kuwahara (1946 - 2003) ist eine szenische Darstellung des japanischen Frühherbstes und beschreibt mit kunstvollen Modulationen zunächst leicht-säuselnden Regen, dann taumelnden Wind und schließlich flirrende Sturmböen. Mit federleichter, hingehauchter Eleganz neigte sich die Darbietung, in deren Mitte die Solokadenz von Elke Helfrich an der Mandoline eine phantasievolle Linie setzte.
Planxty O`Carrolan, eine Irische Folksuite mit mehreren Abschnitten, bildete den Abschluss des Konzertes. Mit dem Einsatz der Blockflöte (Theresa Franz) kamen typisch irische Elemente ins Spiel. Das Schlagzeug (Anna Ritter, Martin Schneider) sorgte für die nötigen Effekte.
Das Konzert war eine Freude, an dem das engagierte Ensemble ebenso großen Anteil trug wie Petra Breitenbach, die mit dezenter und herzlicher Gestik den Ablauf steuerte. Eine Zugabe blieb nicht aus. Zum Abschied ließ der »Rosarote Panther« mit einem unvergleichlichen Solopart von Gerhard Kunkel am Saxophon grüßen.
Doris Pfaff

ZEL beim Deutschen Orchester Wettbewerb
Das Zupf-Ensemble Lohr beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Osnabrück
22.5. 2004
Vier eindrucksvolle, erlebnisreiche Tage verbrachte das Zupf-Ensemble Lohr  beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Osnabrück.Qualifiziert für die  Teilnahme am Bundeswettbewerb hatte sich das Ensemble bereits letzten
November beim Landesentscheid in Grünwald. Erstaunlich hoch war laut Geschäftsführer Helmut Schubach das Niveau in der  Kategorie C1 (Zupforchester): alle Ergebnisse lagen sehr dicht beieinander  (nur 3,7 Punkte Differenz zwischen dem ersten und dem letzten Platz!).  Das Zupf-Ensemble Lohr beeindruckte durch seine Spielfreude und sein  schwungvolles Musizieren. Die Jury lobt das Ensemble für seine nuancenreiche Interpretation der gespielten Werke und würdigte die Leistung mit 20,8 von 25 möglichen Punkten (mit gutem Erfolg teilgenommen).

19.4.2004
Viel Musik vom Feinsten
Lohr (yvo) Florian Salzmann hat den zweiten Preis beim 4. Roland-Zimmer-Wettbewerb gewonnen. Der 18-jährige Schüler der Lohrer Sing- und Musikschule trat mit seiner Mandoline am vergangenen Wochenende im sächsischen Glauchau an und erspielte sich, begleitet von Monika Väth (Gitarre) aus Rottendorf) eine hervorragende Beurteilung.
Drei Tage lang hatten sich im Schloss Forderglauchau in der Kreismusikschule Chemnitzer Land 92 Gitarristen, Mandolinisten und Zitherspieler dem Vergleich gestellt. Veranstalter des Wettbewerbs sind der Verein Saxionade und der Bund Deutscher Zupfmusiker LV Sachsen und gewidmet hatten sie ihn dem 1993 verstorbenen Roland Zimmer, einem gebürtigen Markneukirchener Gitarristen und Lautenisten.
Florian Salzmann Monika Väth und Petra Breitenbach
Florian Salzmann,  Monika Väth ,  Petra Breitenbach
Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, traten in drei Altersgruppen von zehn bis 20 Jahren an und wurden mit fünf verschiedenen Prädikaten bewertet. Neben einem modernen Pflichtstück hatten die jungen Musiker noch Originalwerke aus verschiedenen Epochen vorzuspielen und boten viel "Musik vom Feinsten", wie die Juryvorsitzenden Gertrud Weyhofen (Musikakademie Kassel) feststellte. In der besten Bewertung "mit hervorragendem Erfolg teilgenommen" wurden außer den drei Preisen noch Preisgelder in einer Gesamthöhe von 9075 Euro verteilt.
Florian Salzmann kann sich also außer dem Lob der Jury für seine musikalisch gut vorbereitete zwanzigminütige Darbietung auch über einen Scheck in Höhe von 250 Euro freuen.
18.11.2003
Das Zupf-Ensemble Lohr erhält sehr gute Bewertung beim Orchesterwettbewerb in Grünwald.

Das Zupf-Ensemble Lohr nahm an der Bayerischen Wertung des Deutschen Orchesterwettbewerbes in Grünwald teil und erhielt für seinen Auftritt eine sehr gute Bewertung mit 22.8 Punkten (erreichbare Höchstpunktzahl: 25). Es erreichte damit den zweiten Platz und die Option (ab 21 Punkte) am Deutschen Orchesterwettbewerb teilzunehmen,der im Mai
2004 in Osnabrück stattfinden wird. Das Orchester hatte ein ca. 20minütiges Programm vorzutragen und spielte neben dem Pflichtstück "Danza da saudade" von Dieter Kreidler, "Divertissement" von Diedrich Erdmann, "Präludium und Fuge h-moll" von Johann Sebastian Bach und "Sevilla" von Isaak Albeniz. Die Juroren waren im anschließenden Beratungsgespräch sehr angetan von demlebendigen Musizieren des Ensembles und seinem "schönen Ton". Sie lobten
außerdem die Homogenität in der Stimmverteilung und gaben Tipps zur Interpretation bei Bach und Albeniz.
Der finanziell sehr angeschlagene Deutsche Musikrat als Veranstalter des Wettbewerbes wird Ende November über die Zulassung der Optionsorchester zum Bundeswettbewerb entscheiden. Es bleibt also noch spannend, ob neben dem
Ensemble Roggenstein aus Fürstenfeldbruck( 24,4 Punkte - Ltg. Oliver Kälberer) auch das Zupf-Ensemble Lohr (Ltg. Petra Breitenbach) das Bundesland Bayern vertreten darf, oder ob die Lohrer den Sparzwängen des Deutschen Musikrates zum Opfer fallen.
das Bild zeigt das Zupf Ensemble Lohr während der Wertung im August Everding Saal der Musikschule Grünwald
Das Zupf-Ensemble Lohr während der Wertung im August-Everding-Saal der Musikschule Grünwald

Aus der Main Post vom 22.8.2003
Artikel von Martina Schneider

Ravioli-Diät ist die letzte Rettung  
Ihre ersten Konzerte gaben die Musiker des Zupf-Ensembles vor über 20 Jahren im Lohrer Ulmerhaus vor 120 Zuhörern. Heute begeistern sie locker die drei- bis vierfache Zuhörerschar, und ihre Fangemeinde ist noch um ein Vielfaches größer.   Die Musiker des Zupf-Ensemble Lohr mauserten sich von der engagierten Laienband zum etablierten und weit über den Landkreis Main-Spessart hinaus bekannten Musikorchester. Von Erfolg wollen sie jedoch nicht reden, bescheiden wie sie sind. Das sei harte Arbeit, gepaart mit Disziplin und einer Menge Spaß sind sich die 24 Mitglieder des Ensembles einig. Seit 1982 gibt Petra Breitenbach den Ton an und führt ihre Musiker von Erfolg zu Erfolg. "Sie kann aber auch richtig grantig werden", plaudert Sigrid Wetzel (Mandoline) aus dem Nähkästchen. "Aber dann hören wir auch."
Zum Jubiläum im vergangenen Jahr verliehen ihre Musiker Breitenbach den Titel "die Chefin". Und "den werde ich jetzt nicht mehr los", lacht sie. Bis auf eine Ausnahme sind ihre Schützlinge alle "Hobbymusiker" - freilich mit dem Anspruch, aus der breiten Masse herauszutreten.
Alle nehmen zusätzlich Unterricht an ihren Instrumenten oder werden von Breitenbach an der Sing- und Musikschule unterrichtet. Die meisten stammen aus Lohr. Einige kommen auch aus Rieneck, Gemünden und Hafenlohr.
Jeden Freitag von 1830 Uhr bis 2030 Uhr wird im Ulmerhaus geprobt. "Da führen wir auch Buch drüber", sagt Breitenbach mit erhobenem Zeigefinger.
Der Anwesenheitskönig werde regelmäßig bei der Weihnachtsfeier gekrönt. Und das Gegenteil? "Keine Angst, bei uns ist noch keiner mit blauen Flecken von der Feier gekommen", schmunzelt sie.
"Wenn es ganz schlimm wird, gibt es auch unsere Open-End-Proben", erzählt die Chefin. "Das machen wir aber nur, wenn der Kittel brennt." Das heißt, wenn vor einem Konzert noch nicht alles so sitzt, wie es sein sollte. Auch die so genannte "Ravioli-Diät" verschreibt Breitenbach in solchen Phasen gern ihren weiblichen Schützlingen. Was das ist, ganz einfach: "Wenn die Hausfrauen und Mütter nicht so viel Zeit beim Kochen vertrödeln, sondern einfach nur eine Dose Ravioli aufmachen, haben sie mehr Zeit zum Üben", klärt Breitenbach auf.
"Vor Konzerten steigt der Stresspegel, da fallen auch schon mal harte Worte", sagt Dr. Michael Schlenker, der das Orchester seit 1997 am Kontrabass verstärkt. "Ja, da gibt es den einen oder anderen gut gemeinten Anschiss", ergänzt Meinolf Arndt (Gitarre). "Lampenfieber hat bei uns ohnehin nur die Dirigentin", neckt Schlenker augenzwinkernd.
In Wirklichkeit leiden auch die Musiker darunter. "Die Hände sind dann kalt und feucht, man muss sie zigmal waschen", erzählt Gisela Walz. Breitenbach hat ihre Musiker vor den Konzerten auch schon literweise mit Beruhigungstee "abgefüllt". "Das war ein furchtbares Kraut mit Baldrian drin, aber alle haben es getrunken", erzählt sie.
Auch während des Konzerts sei wegen des Lampenfiebers die eine oder andere Panne nicht auszuschließen. "Wenn sich die Solisten verbeugen, ist man geneigt, das vor lauter Aufregung auch zu tun", verrät Sigrid Wetzel. Beruhigende Worte von der Chefin helfen, und auch die Vertrautheit gibt Halt und Sicherheit. "Es ist schön, wenn man im Konzert Petra sieht, die lächelt", sagt Sonja Dietrich (Gitarre).
Nichts desto trotz ist immer volle Konzentration geboten. "Das erste Stück ist meist das schwierigste. Wenn das läuft, dann ist es gut", weiß Arndt. Warum sich die Mitglieder des Orchesters diesem "Stress" immer wieder aussetzen? "Ganz einfach, weil es Spaß macht", erklärt Schlenker. "Musik ist ideal, um einmal an etwas anderes zu denken als die Arbeit." Man müsse sich konzentrieren auf Noten und Dirigentin, und die Anspannung vor Konzerten sei eine "positive und gesunde Anspannung".
Spaß an der Musik, Spaß am Instrument und der Gemeinschaft spornen die Musiker an. "Als ich hierher kam und das Orchester spielen sah, war für mich klar, da willst du rein", erzählt Sigrid Walz. Das war 1995 und seither ist die 37-Jährige mit Begeisterung dabei. "Weil es einfach Spaß macht", erzählt Anne Walz, das "Küken" des Orchesters. Und ab und zu hält die Chefin ihre Truppe auch mit Gummibärchen und Mohrenköpfen bei Laune.
Trotz allem Spaß steckt auch viel harte Arbeit hinter den Erfolgen des Zupf-Ensembles. 200 Stücke haben sie mittlerweile in ihrem Repertoire. Die Palette ist breit gefächert: Barock, Klassik, Jazz, Folklore "manchmal auch ein bissle poppig." "Sogar ein paar Schlager haben wir dabei", erzählt Breitenbach. Rund ein halbes Dutzend großer Auftritte absolviert das Ensemble pro Jahr, neben den vielen "kleineren" Einsätzen.
Eine CD haben die Musiker bereits aufgenommen und Rundfunk- und Fernsehauftritte absolviert. "In Lohr sind wir schon eine Institution", sagt Breitenbach. "Die Kontinuität, dass ein Ensemble schon über 20 Jahre besteht, das ist das Besondere. Und jedes Jahr wird es noch ein bisschen besser", fügt Schlenker hinzu. Ihr nächstes großes Projekt haben die Musiker schon: die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb im Mai in Osnabrück.

Von Kritik und Quote     Lohr (mds)
"In den ersten zehn Jahren hatten wir immer nur einen Quotenmann und der war meistens nicht einmal volljährig", berichtet Petra Breitenbach, die Leiterin des Zupf-Ensemble Lohr. Mittlerweile habe man es auf fünf Männer gebracht. "Die fühlen sich wohl bei uns."
"Moment", fällt Dr. Michael Schlenker ein. "Wir Männer werden musikalisch viel kritischer beobachtet als die Frauen im Orchester", fügt der 51-Jährige mit gespielter Leidensmine an. "Die Männer haben ab und zu aber auch schon einen Bonus", widerspricht Karla Jenuwein.
Und Petra Breitenbach verrät, dass viele Musikerinnen schon ganz genau auf ihren Taktstock schauten. "Ich bekomme schon mal gesagt, dass ich dieses Verhalten der Männer bei einer Mitspielerin nicht durchgehen lassen würde."

Aus dem Lohrer Echo vom 22.7.2003
Artikel von Doris Pfaff 

Benefiz-Konzert des Zupf-Ensembles-Lohr
Pfarrkirche St. Josef Steinbach / Sonntag 20.07.03

Lohr-Steinbach. Wenn am Ende eines Konzertes der Beifall nicht enden will, wenn dazu noch eine Zuhörerin, überwältigt von  Freude und Dankbarkeit,  „im Namen aller„ die Dirigentin in die Arme schließt, -  dann wurde wohl der Herzenspunkt erreicht, den das Lohrer Zupfensemble einmal mehr zu treffen beabsichtigte. 
Nach einer Idee von  Petra Breitenbach trat das Zupf-Ensemble am Sonntag nach über zwanzig Jahren Abstinenz wieder einmal in der Steinbacher Pfarrkirche St. Josef auf. „Es wird Zeit„ meinte dazu die Leiterin des Ensembles vor gut besetzten Bänken und stellte auch den unmittelbaren Bezugspunkt zu ihrer Heimatkirche her. St. Josef wurde im letzten Jahr renoviert und der Spendenerlös des Konzertes ist ein lobenswerter Baustein, um die entstandenen Kosten tragen zu helfen. Pfarrer Albrecht Kleinhenz  würdigte dies gleich zu Beginn in seiner Begrüßungsansprache.
Benefizkonzert in Steinbach
Mit der ruhig-ausgewogenen Fuge in h-Moll von Johann Sebastian Bach (1685 –1909)  gelang es den Zupf-Musikern zunächst, eine feingeistige Stimmung im Gotteshaus herzustellen. Kontrastreich schlossen sich spanische und südamerikanische Stücke an. Der meist fröhlich exaltierte Sprung in dies gänzlich andere Genre ließ letztendlich den Funken überspringen. Konzentriert und souverän, dabei liebenswürdig und von heiterer Gelassenheit führte Petra Breitenbach den Taktstock über alle Teile hinweg. Von Isaac Albeniz (1860-1909) kamen „Granada„ und „Sevilla„ aus der „Suite Espagnole„ zu Gehör. Die ursprüngliche Klaviernotation hat Detlev Tewes zu einer reizvollen Gitarrenversion bearbeitet. „Tres Piezas
de Sudamerica„ aus der Feder Markus Kuglers (  geb.1971) taten ein Land voll unterschiedlicher Stimmungen und Temperamente auf:  ein vorwärts drängender „Tango Infernal„ mit synkopischem Lamento,  Kastagnetten ähnlich pulsierendes Celerando im „Lettre D`Adieux„ sowie punktiert -gebrochener Samba mit Fingerschlag- und Klopfeffekten auf die hölzernen Resonanzböden vereinigten sich zu typischem Flair. Wegen Indisponiertheit des dritten Gitarristen musste leider das verheißungsvolle „Concierto des Samba„ von Klaus Wüsthoff entfallen, nach der Pause ging´s  erfrischt weiter mit der „Folklore Andalusia„ von Karl Haus (geb. 1928). 
Benefizkonzert in Steinbach
Die Sopranistin Eva-Maria Michaels aus Wombach verzauberte hier mit glockenklar  dramaturgisch-versierter Stimme und temporeich steigernden Modulationen die Zuhörerschar. Die intonisierte Thematik beglaubigte Lebenslust, Liebe und Leidenschaft durch „Con el  Vito, „Tres Morillas„, „Adios Malaga„, „El Pano„ und „Viva Sevilla. Seine Begeisterung musste das Publikum  mit mächtigem Applaus kundtun. Fingerflinker Beginn –melancholischer Mittelteil - flottes Ende kennzeichneten die südamerikanische „Danza da Saudade„ von Dieter Kreidler ( geb. 1943), bevor das bekannteste Werk des mexikanischen Komponisten Eduardo Angulo (geb. 1954) den fulminanten Höhepunkt des gut einstündigen Konzertes setzte. Über „Jarabe Colimeno„, „Serenata„ , Huapango Criollo„ und „Polka„  kam jetzt nochmals verstärkt zum Ausdruck, was die Faszination des hochsommerlich temperierten Abends ausmachte. Treppenartig steigt das Flirren balalaikahafter  Akzente, angenehm gedrosselte Schwerblütigkeit paart sich mit romantisch-sanften Sehnsüchten, dunkles Timbre untermalt helle Klänge, nach pianosachten Verwirbelungen bündelt sich kraftvolles Forte zu punktgenauer Schlusskadenz. Elke Breitenbach und Carmen Parisi unterstützten das Lohrer Zupfensemble auch in diesem Abschnitt mit wirkungsvollem Percussion. 
Kirchenpfleger Horst Jaumann blieb zum Abschluss des Konzertes noch ein herzliches Danke für die „mitreissende Darbietung„  zu sagen. Er tat´s mit sonnigen Blumengrüßen an die Dirigentin.

Doris Pfaff


Aus dem Lohrer Echo vom 26.5.2003
Artikel von Waldemar Hauck 

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des Erfolges
Viel Beifall für " Concierto Latino" mit Zupforchester
Ensemble spielte lateinamerikanische Volksmusik

Die lateinamerikanische Volksmusik ist vergleichbar mit einem riesenhaften Schmelztiegel in dem Indianer, Spanier, Portugiesen, Franzosen ebenso anzutreffen sind wie Engländer und Deutsche. In Lateinamerika öffnet sich für den Musiker ein weites Gebiet das zu immer wieder neuen Entdeckungsreisen einlädt. Zu einem interessanten Ausflug ins volksmusikalische Lateinamerika lud bei seinem herkömmlichen Frühlingskonzert mit dem Thema »Concierto Latino« das von Petra Breitenbach geleitete Lohrer Zupforchester in die Aula der Realschule ein. 
Das Zupfensemble hat sich durch sein Können, verbunden mit einer abwechslungsreichen Programmgestaltung in der Öffentlichkeit einen außerordentlich guten Namen geschaffen. Deshalb braucht es um einen erfreulichen Besuch seiner Konzerte nicht zu bangen. So auch diesmal, als Petra Breitenbach, wohl auch mit der Zustimmung ihres Ensembles, lateinamerikanischeVolksmusik auswählte, eine Musikart, deren Melodik und Rhythmik so manchem 2uhörer ganz ordentlich in die Glieder oder in die Tanzbeine fährt.Das erfolgte gleich zu Beginn mit drei südamerikanischen Stücken» Tango infernal«, Lettre d' Adieux« und »Samba Sudamericana«, in denen Markus Kugler (Geb. 1971) infernalisches Bangen mit chromatischen Akkordparallelen ausdrückt und in den Abschiedsbrief offenbar persönliche Wehmut mischt. 
Das Zupfensemble setzte hier den ersten Akzent durch rhythmisch diszipliniertes Spiel und Elastizität in der Gestaltung tänzerischer Rhythmen, die Breitenbach am Pult unmissverständlich vorzeichnete, ohne das Ensemble manipulieren zu wollen. Es macht immer wieder Freude, Claudia Rothkegel-Risser beim Blockflötenspiel zuzuhören, diesmal bei der »Suite Venezolana« des aus Venezuela stammenden Jose Antonio Zambrano mit den Sätzen »Tonada« als der größeren Form der Tonadilla als kurzem Gesangsstück mit Refrain, »La Paraulata«, »EI Morenito« und »Catatumbo«. 
Es ist die Stärke von Rothkegel-Risser den gesanglichen Gehalt einer Komposition auszuloten und auf gestütztem Atem dahinzusingen, ohne die vorgegebene Phrasierung zu vernachlässigen. Angesteckt von soviel Bläserkunst begleitete das Ensemble engagiert mit Konzentration. Klaus Wüsthoff (geb. 1922) entsprach einem Kompositionsauftrag für das Altmühltal-Festival mit einem »Concierto de Samba« für drei Sologitarren und Zupforchester. Die Solisten Gerhard Kunkel  Kristin Wetzel und Sebastien Schmitt vereinigten sich mit dem Tutti zu einer glutvollen Sambapartie, die daran erinnerte, dass die Samba ursprünglich ein Tanz der Bantuneger war und zur Kriegerweihe zwischen brennenden Fackeln und Glas- scherben getanzt wurde. Um 1950 wurde sie in Europa zum Modetanz. Während Kugler und Wüsthoff das lateinamerikanische emotionale Element durch deutsch-rationale Akzente ersetzen, gibt sich der ehemalige Professor für Komposition an der Würzburger Musikhochschule, Karl Haus, in seiner »Folklore Andalusia« mit den Sätzen »Con el vito«, »Tres Morillas«, »Adios,Malaga«, »EI Pano« und »Viva Sevilla« melodischfreundlicher und favorisiert statt der melancholischen Molltonart gerne das frische Dur Genus, ganz zur Freude von Eva-Maria Michaelis, deren Sopranstimme mehr und mehr an Format und Inhalt gewinnt. Ohne Mimik und Gestik konzentrierte sich Michaelis auf die Gesangspartie, die ihr mit angenehmen Stimmeinsatz, sauber und rhythmisch präzise gelang. IsaacAlbeniz (1860 bis1909) war vertreten mit »Granada« und »Sevilla« aus der »Suite Espagnole«, bearbeitet von Detlef Tewes und das Finale kam von Eduardo Angulo (Geb.1954) mit seiner»Suite Mexicana« op. 16 mit den Sätzen »Jarabe Colimeno«, Serenati«, »Huapango Criollo« und »Polka«. Mit unverbrauchter Kraft immer wieder neu stimuliert von mitreißendenRhythmen absolvierte das Zupforchester die von witzig-heiterer Bitonalität gezeichnete Suite und erntete dafür einen Schlussapplaus, den man sich spontaner und herzlicher kaum wünschen kann. Ein weiterer Meilenstein auf dem Erfolgsweg, den das Zupforchester unter der Leitung von Petra Breitenbach mit sich stetig erneuernder Besetzung zielbewusst geht. -h- 

Eine Diashow mit einigen Bildern von diesem Abend gibt es auf der inoffiziellen Lohrer Homepage
von Ernst Huber
 


Aus der der Main Post vom 26.5.2003
Artikel von Martina Schneider

" Ich habe jede Minute genossen "
Fast glaubte man das Meer rauschen zu hören bei Klängen, die die 22 Musiker unter der Leitung von Petra Breitenbach ihren Instrumenten entlockten. Concierto Latino hieß der musikalische Genuss, mit dem das Lohrer Zupfensemble am Samstag abend die 200 Zuhörer in der Aula der Realschule begeisterte. "Wir freuen uns sehr, vor einem so vollen Haus spielen zu können", begrüßte Breitenbach das bunt gemischte Publikum. Für dieses Jahr habe man sich einen Themenschwerpunkt gesetzt, erklärte die Leiterin des Zupfensembles. Musik aus Spanien und Südamerika stand im Mittelpunkt des 90-nlinütigen Konzerts, das so gut wie keine Wünsche offen ließ. Erstmals hatten sich die Musiker des Zupfensembles musikalisch auf südamerikanischen Boden gewagt. Die Begeisterung des Publikums lässt hoffen dass sie daran anknüpfen werden. Die unzähligen Stimmungen der Werke deutscher und spanischer Komponisten wie unter anderem Josè Antoni Zambrano, Eduarde Angulo und Karl Haus setzten die jungen Musiker perfekt um. Tango Infernal, Samba Sudamerican, Folkloria Andalusia, Suite Espangole, dahinter verbarg sich musikalische Leidenschaft.Die beiden Solistinnen Eva.;Marla: Michaelis (Sopran) und Claudia  Rothkegel-Risser (Blockföten) setzten dem Konzert noch das Sahnehäubchen auf.Das ist ja wie daheim sagte eine Südamerikanerin begeistert applaudierend, wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und bekannte: " Ich habe jede Minute genossen."


Aus dem Lohrer Echo vom  29.4.2002
Artikel von Waldemar Hauck 
( 20 Jahre Zupf Ensemble Lohr )

Zupf-Ensemble musizierte zum Geburtstag
bei zwei Konzerten überlegen und befreit

Leiterin Petra Breitenbach mit dem Bayerischen Ehrenzeichen belohnt Lohr. Am Wochenende musizierte das Zupf-Ensemble zweimal in der jeweils vollbesetzten Aula der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule. Über Vitalität, Überlebensstrategien oder personelle Auffrischungstechniken des Lohrer Zupf-Ensembles kann man nur staunen. Alle Überlegungen münden in die Feststellung, dass es hauptsächlich dem Organisationstalent und der Begeisterungsfähigkeit der Leiterin Petra Breitenbach zu verdanken ist, dass der musikalische Funken aktiv bleibt. Die von ihr vermittelte

Freude an der musikalischen Gemeinsamkeit wird als harmonisches Band empfunden.  Das Programm war überschrieben mit »Meilensteine aus 20 Jahren Zupf-Ensemble Lohr« und bot nicht nur Neues, sondern griff teilweise auf Repertoirestücke zurück, und dies ganz zum Vorteil dieser Stücke, die diesmal bestens präpariert und ausgefeilt zu hören waren. Selten musizierte das Ensemble so gekonnt, überlegen und daher von allem Wenn und Aber befreit wie bei seinem Jubiläumskonzert.  Es gab keine Fragen oder Missverständnisse, schon gar keine Meinungsunterschiede, und Petra Breitenbach, die wie immer souverän am Pult stand, war sich mit ihren Leuten in allen Interpretationsfragen einig. Die innere Harmonie übertrug sich wie von selbst auf das gespannt lauschende Publikum.  Das Programm begann mit fünf altenglischen Kontratänzen mit dem Titel »Die Specknerin«, arrangiert von Wilhelm Mohr, der Rhythmen der englischen Renaissance in moderne Harmonien mit Quartparallelen kleidet. Dann ergriff Bürgermeister Siegfried Selinger das Wort, um Petra Breitenbach und ihrem Ensemble herzlich zu gratulieren und zu danken. 

Das Ensemble sei zu einem Aushängeschild der Stadt Lohr geworden. Die innere Harmonie springe auch über auf die ganze Stadt. Eine zeitgemäße
Harmoniesprache spricht auch Kurt Schwaen in seiner dreisätzigen »Abendmusik«, deren Rhythmik vom Ensemble stimmig wiedergegeben wurde.
Von Edvard Grieg, der seine norwegische Heimat in die Reihe der  Musiknationen einfügte, gab es drei lyrische Stücke in der Bearbeitung von Oliver Kälberer zu hören. Das Ensemble spielte sich sensibel in diese folkloristischen, ursprünglich für Klavier geschriebenen Stücke ein, die die Fantasie des Hörers stimulieren. Komponistinnen werden von ihren männlichen Kollegen ? nicht vom Rezensenten ? kritisch beäugt. Elke Tober-Vogt, die der Sonntags-Soiree beiwohnte, kann von sich behaupten, eine echte Komponistin zu sein, musikalisch ebenso selbständig wie einfallsreich. Das hat sie zunächst bewiesen mit ihrer Klezmer-Suite für Klarinette, Violine, Akkordeon, Percussion und Zupfinstrumente. Der Musik eignet volkstypische Farbigkeit, und das Ensemble verströmte die ansteckende Freude der Hochzeitsmusikanten. Eine vortreffliche Wiedergabe! Den zweiten Teil des Programms leitete das Divertissement von Dietrich Erdmann ein, mit dessen anspruchsvollen Rhythmen das Ensemble keine Probleme hatte. Nach dem dissonantenreichen Vorspann empfand man das zweisätzige Orchesterquartett des »Mannheimers« Carl Stamitz, bearbeitet von Marga Wilden-Hüsgen, als wohlschmeckendes Harmoniebonbon, das man sich genüsslich auf der Zunge zergehen lassen konnte. In der gleichen Atmosphäre ging es weiter mit drei Liedern von John Dowland, arrangiert von Marcel Wengler. Eva-Maria Michaelis sang die Lieder, wie es der Stil erfordert: ohne großen Stimmaufwand, schlicht, aber beseelt. Und diese Hauptforderung erfüllte Michaelis in trefflicher Art und Weise. Ihre Stimme gewinnt an Aussagevermögen, die Textdeklamation lässt keine Wünsche offen und ihre angestammte Musikalität ist es, die den gesamten Liedvortrag bestimmt.
Dann nutzte Breitenbach die Gelegenheit, um ihrem Ensemble für Einsatz, Fleiß und Treue herzlichen Dank zu sagen. Als Geschenk hatte Breitenbach
eine in Heftform gebundene Chronik parat. Den Schlusspunkt bildete »Ceilidh« für Blockflöte, Violine, Akkordeon, Gesang, Percussion und Zupfinstrumente ebenfalls von Elke Tober-Vogt. Auch hier überraschte die Komponistin mit einer Fülle von Ideen aus dem Bereich von Melodie, Harmonie und Rhythmus, die den Gefallen auch der anspruchsvollen Hörer fanden.  Abermals ein Kompliment für so viel Kompositionskunst. 

Die Sonntags-Soiree ging nicht zu Ende ohne einen gelungenen Danksagungs-Gag des Ensembles. Über dem musikalischen Hintergrund von »Schön war die Zeit« erzälten Karla Jenuwein als Vertreterin des »Urgesteins« und Meinolf Arndt abwechselnd und ließen keinen Zweifel, dass es ihnen unter Breitenbachs Fittichen jederzeit gut gefallen hat, und dass sie dem Ensemble die Treue halten wollen, in guten wie in bösen Tagen.  Am Samstagabend besuchte Landratsstellvertreter Roland Metz aus
Arnstein das Konzert und überbrachte die freudige Nachricht, dass der Bayerische Ministerpräsident die nimmermüde Arbeit von Petra Breitenbach
mit dem Bayerischen Ehrenzeichen würdigen werde. -h-

Eine Diashow mit einigen Bildern von diesem Abend gibt es auf der inoffiziellen Lohrer Homepage
von Ernst Huber